Giuseppe Verdis große Oper „Nabucco“ ist am 29. und 31. Mai 2026 im Frankfurter Theaterhaus Kleist Forum zu erleben. Nabucco, König von Babylon, hat die Hebräer unterworfen und ihren Tempel zerstört. Im Siegesrausch erhebt er sich selbst zum Gott – und verliert darüber den Verstand. Zwischen seinen Töchtern entspinnt sich ein mörderischer Kampf um die Macht.
Regisseur Armin Petras vom Staatstheater Cottbus verlegt das antike Drama in die sibirische Stadt Norilsk. Als einstiges Gulag-Lager, in vollkommener Abgeschlossenheit zum Rest Russlands gelegen, spiegelt dieser Ort die Situation des Exils auf beklemmende Weise wider. Heute leben dort die Nachfahren von Inhaftierten und Wärtern in einer Gemeinschaft – was mit dem versöhnlichen Ende der Oper korrespondiert.
„Nabucco“ wurde 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführt und machte Verdi zum gefeierten Komponisten. Der berühmte Gefangenenchor „Va pensiero“ gilt in Italien bis heute als inoffizielle Nationalhymne. Die Oper erzählt vom Leiden und Hoffen eines antiken Volkes und ist dennoch zeitlos aktuell, weil die Sehnsucht nach Heimat und Hoffnung nie vergeht.
Aufführungen: Freitag, 29.05.2026, 19:30 Uhr, und Sonntag, 31.05.2026, 15:00 Uhr, jeweils im Kleist Forum Frankfurt (Oder). Musikalische Leitung: GMD Alexander Merzyn. Tickets zu 30,– / 15,– € (Preisgruppe 1) und 25,– / 12,50 € (Preisgruppe 2), Familienticket ab 62,50 €, erhältlich unter www.kleistforum.de.
Vorschaubild: Nabucco Foto (c) Bernd Schönberger
Quelle: Kleist Forum Frankfurt (Oder)




