Anlässlich des 250. Geburtstags von Heinrich von Kleist eröffnet die Stiftung Kleist-Museum im Mai 2027 in Frankfurt (Oder) eine neue Dauerausstellung zu Leben, Werk und Wirkung des berühmten Dichters und Dramatikers. Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Milena Rolka. Sie knüpft an aktuelle Forschung an, stellt die eigenen Sammlungen in den Mittelpunkt und schafft mit einer zeitgemäßen Gestaltung neue Zugänge für unterschiedliche Besuchergruppen.

Heinrich von Kleist – bekannt durch Werke wie „Der zerbrochne Krug“ oder „Michael Kohlhaas“ – wurde 1777 in Frankfurt an der Oder geboren. Seit 1922 wird dem berühmtesten Sohn der Stadt museal gedacht. Seit 1969 ist das weltweit einzige Kleist-Museum in der ehemaligen Garnisonschule von 1777 beheimatet, die 2013 um einen Neubau ergänzt wurde.
Die Entdeckungsspur – Kleist für Kinder und Familien
Erstmals in der Geschichte des Hauses wird die neue Dauerausstellung um ein fest integriertes Angebot für Kinder und Familien erweitert: die „Entdeckungsspur“. Sie richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren und ihre Begleitpersonen und macht zentrale Inhalte der Ausstellung auf spielerische Weise erfahrbar. Konzipiert wurde die Spur von Viviane Jasmin Meierdreeß, die sie gemeinsam mit dem Museumsteam und externen Expertinnen und Experten umsetzt.
Das Angebot verbindet ein analoges Begleitheft im Stil eines Exit-Games mit Mitmach- und Medienstationen sowie kindgerechten Audiostationen. Haptische und sensorische Elemente – darunter ein Tastmodell, eine Riechstation und eine überlebensgroße Marionette – machen die Inhalte auch ohne Lesefähigkeit zugänglich und sprechen alle Altersgruppen an.
„Familien und jüngeren Gästen soll die Möglichkeit gegeben werden, gemeinsam spielerische Zugänge zu Kleists Leben und Werk zu finden“, sagt Anke Pätsch, Direktorin und Vorständin der Stiftung Kleist-Museum.
Förderung durch Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Oder-Spree
Die Umsetzung der „Entdeckungsspur“ wird durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Oder-Spree ermöglicht. Am 28. Mai 2025 überreichten beide Partner die schriftliche Förderzusage. Veit Kalinke, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Oder-Spree, betont: „Junge Menschen frühzeitig für Geschichte, Sprache und Kreativität zu begeistern, ist uns eine Herzensangelegenheit.“
Die neue Dauerausstellung wird zudem im Programm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland (INK)“ des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert.




