Am 20. Mai 2026 haben im gesamten Land Brandenburg rund 170 Einsatzkräfte beim dritten gemeinsamen Aktionstag gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung Betriebe des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes kontrolliert. Beteiligt waren die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Hauptzollämter Potsdam und Frankfurt (Oder), kommunale Ordnungsbehörden, die Steuerfahndung, Gesundheitsämter sowie das Brandenburger Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa.

Die gemischten Kontrollteams überprüften landesweit insgesamt 26 Betriebsstätten mit mehr als 299 Beschäftigten. Dabei wurden in 27 Fällen Strafverfahren eingeleitet – unter anderem wegen des Verdachts der Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen und des illegalen Aufenthalts ohne Aufenthaltstitel. In 66 weiteren Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, etwa wegen unerlaubter Ausländerbeschäftigung sowie Verstößen gegen Melde- und Aufzeichnungspflichten. Zusätzlich ergaben sich 104 Sachverhalte, die weitere Prüfungen erfordern.
Die kommunalen Ordnungsbehörden stellten zudem neun Verstöße gegen die Gewerbeordnung sowie 27 Verstöße gegen die Preisangabenverordnung fest. Gesundheitsämter registrierten in 33 Fällen Verstöße gegen Lebensmittel- und Hygienevorschriften.
Wirtschaftsministerin Martina Klement sprach sich für eine Fortsetzung der Aktionstage aus: „Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung verzerren den Wettbewerb zulasten der ehrlichen Unternehmen. Brandenburg wird auch künftig konsequent gegen solche Verstöße vorgehen.“
Die gemeinsamen Aktionstage gehen auf eine Absichtserklärung zwischen dem Land Brandenburg und der Generalzolldirektion aus dem Jahr 2023 zurück. Der erste Aktionstag 2024 konzentrierte sich auf Baustellen, 2025 standen Handwerk und Dienstleistung im Fokus.
Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: MWEKE Land Brandenburg




