Aktionstag · Stadt Fürstenwalde/Spree
Die Stadt hat ihre Schulden in wenigen Jahren drastisch gesenkt – und sieht diesen Erfolg nun durch die Finanzpolitik von Bund und Ländern bedroht.
Am 22. Juni 2026 beteiligt sich die Stadt Fürstenwalde/Spree am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“. Gemeinsam mit Städten, Gemeinden und Landkreisen in ganz Deutschland macht sie damit auf die zunehmend dramatische Finanzlage der Kommunen aufmerksam.
Bundesweit schlagen Kommunen Alarm: Immer mehr Aufgaben werden auf Städte und Gemeinden übertragen, ohne dass die nötige Finanzierung mitgeliefert wird. Die Folgen sind vielerorts sichtbar – bei Investitionen, Infrastruktur, sozialen Angeboten, Kultur, Sport und vielen freiwilligen Leistungen, die das Leben vor Ort prägen.
In Fürstenwalde ist diese Entwicklung besonders bitter, denn die Stadt hat in den vergangenen Jahren erhebliche eigene Anstrengungen unternommen. 2018 startete Fürstenwalde mit Gesamtverbindlichkeiten von mehr als 100 Millionen Euro, darunter über 20 Millionen Euro an Kassenkrediten.
Durch konsequente Haushaltsdisziplin und harte Konsolidierung gelang es innerhalb von fünf Jahren, die Kassenkredite vollständig auf null zurückzuführen. Ende 2025 lagen die Gesamtverbindlichkeiten nur noch bei rund 20 Millionen Euro. Doch genau dieser Erfolg droht nun in kürzester Zeit wieder zunichtegemacht zu werden.
„Wir haben in Fürstenwalde über Jahre hinweg konsequent gearbeitet, Verantwortung übernommen und unsere finanziellen Hausaufgaben gemacht. Von über 100 Millionen Euro Verbindlichkeiten auf nur noch rund 20 Millionen Euro – das war das Ergebnis harter Entscheidungen und großer gemeinsamer Anstrengungen. Dass all das durch die aktuelle Finanzierungspolitik von Bund und Ländern innerhalb kürzester Zeit wieder zunichtegemacht wird, ist nicht akzeptabel. Wenn hier nicht schnell gegengesteuert wird, droht unsere Stadt schon 2028 wieder finanziell am Abgrund zu stehen. Es darf nicht sein, dass gerade die Kommunen, die mustergültig gewirtschaftet haben, am Ende die Leidtragenden eines strukturell falschen Systems werden.“
Matthias Rudolph, Bürgermeister von Fürstenwalde/SpreeUm auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, sind die Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder am Abend des 22. Juni 2026 um 17:30 Uhr auf den Marktplatz eingeladen, um gemeinsam sichtbar zu machen, welche konkreten Auswirkungen die kommunale Unterfinanzierung vor Ort hat. Den ganzen Tag über begleitet zudem eine Social-Media-Aktion den Aktionstag. Am Verwaltungssitz Nordstern hängen Plakate mit zentralen Botschaften weithin sichtbar in den Fenstern.
Die Botschaft des Tages ist klar: Kommunen brauchen wieder die finanzielle Handlungsfähigkeit, um nicht nur Pflichtaufgaben zu erfüllen, sondern ihre Städte aktiv gestalten und weiterentwickeln zu können. Fürstenwalde zeigt gemeinsam mit Kommunen in ganz Deutschland, dass die kommunale Finanzkrise längst vor Ort angekommen ist – und alle betrifft.
- Aktionstag
- 22. Juni 2026, bundesweit
- Vor Ort
- Marktplatz Fürstenwalde, 17:30 Uhr; Plakate am Verwaltungssitz Nordstern
- Kampagne
- kommunenamlimit.de
- Kontakt
- Pressestelle der Stadt Fürstenwalde/Spree, Nadine Gebauer, Tel. (03361) 557-114
- Stadt Fürstenwalde/Spree – Presseinformation zum Aktionstag „Kommunen am Limit“
- Kampagne „Kommunen am Limit“ – kommunenamlimit.de
- Kampagnenmotive – Stadt Fürstenwalde/Spree




