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Zum ersten Mal hat die Stadt Erkner ihre Gäste rund um das Heimatfest um eine Rückmeldung gebeten. Im Fokus standen zwei Themen: der Veranstaltungsort und das kostenfreie Programm auf und neben der Bühne. Teilnehmen konnte man vom 29. Mai bis zum 7. Juni 2026 – wahlweise online oder über Flyer, die auf dem Festgelände und in örtlichen Geschäften auslagen. Die Befragung war anonym.

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Die Resonanz fiel groß aus: Knapp 1.400 Menschen machten mit, davon rund 1.100 aus Erkner selbst. Das entspricht etwa zehn Prozent der Einwohnerschaft. Die Stadtverwaltung dankt allen Teilnehmenden ausdrücklich – ihre Rückmeldungen helfen dabei, das Heimatfest so weiterzuentwickeln, dass sich alle Besucherinnen und Besucher wohlfühlen.

Wer die Auswertung im Detail nachlesen möchte, findet sie hier:  Ergebnisse Heimatfest-Umfrage 2026

Viele Wünsche – und nicht immer dieselbe Richtung

Die Antworten zeigen, wie unterschiedlich die Vorstellungen vom Heimatfest sind. Fast alle Hinweise sind hilfreich, lassen sich aber nicht immer unter einen Hut bringen. Ein Beispiel ist das Feuerwerk am Samstagabend: Während es sich die einen zurückwünschen, sprechen sich andere mit Blick auf Umwelt und Luftqualität klar dagegen aus. Die Stadt wird alle Anregungen prüfen und in die kommende Planung einbeziehen.

Die Kernfrage: Wo soll künftig gefeiert werden?

Besonders viel Aufmerksamkeit galt dem Standort. Bis 2019 war die Friedrichstraße die feste Adresse des Heimatfestes. Nach den pandemiebedingten Ausfällen und einigen Übergangslösungen wechselte das Fest 2022 in den Rathauspark. Für diesen Umzug sprachen damals mehrere Gründe:

  • bessere Kontrolle durch Sicherheitspersonal
  • weniger Alkoholkonsum
  • die schöne Atmosphäre unter den Bäumen mit Blick auf den Dämeritzsee
  • die geltenden Besucherbegrenzungen während der Pandemie
  • Engpässe bei Personal und Ressourcen in der Schaustellerbranche

Inzwischen zeigt sich jedoch eine deutliche Mehrheit für eine Rückkehr auf die Friedrichstraße. Dafür sprechen aus Sicht der Befragten vor allem zwei Punkte:

  • Der beliebte Festumzug ließe sich dort wieder veranstalten.
  • Es gäbe mehr Platz für zusätzliche oder größere Fahrgeschäfte.

Ganz ohne Folgen wäre ein solcher Wechsel allerdings nicht – vor allem finanziell. Schon das Sicherheitskonzept kann bei Festen vergleichbarer Größe in der Region bis zu 50.000 Euro kosten. Dazu kommt, dass sich Sponsoren immer schwerer gewinnen lassen. Steigen die Sicherheitskosten, bliebe womöglich weniger Geld für das Programm – etwa für bekanntere Bands oder zusätzliche Attraktionen. Erschwerend wirken außerdem der Rückgang an Schaustellern und das nachlassende ehrenamtliche Engagement, die eine größere Festfläche schwerer bespielbar machen.

Wie geht es weiter?

Auch die Stadtverordnetenversammlung Erkner befasst sich intensiv mit der Zukunft des Heimatfestes. Die Fraktionen sind eingeladen, in der Steuerungsgruppe Heimatfest mitzuarbeiten und das Konzept für 2029 mitzugestalten. Die Umfrageergebnisse – besonders die vielen Freitextantworten – werden gerade ausführlich ausgewertet und fließen in die weiteren Überlegungen ein.

Am Ende müssen die Wünsche der Einwohnerinnen und Einwohner, die organisatorischen Möglichkeiten und der finanzielle Rahmen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Fällt die Entscheidung für die Friedrichstraße, wäre eine Umsetzung frühestens ab 2029 realistisch.


Quelle: Stadtverwaltung Erkner

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