Rund 20 Unternehmen und Institutionen aus Frankfurt (Oder) sind auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser zusammengekommen, um über die geplante Gründung eines Wirtschaftsbeirates zu sprechen. Im Fokus standen die Erwartungen der Wirtschaft an ein solches Gremium sowie offene Fragen zu Struktur, Arbeitsweise und Zusammenarbeit mit der Politik.

Strasser verwies auf das große Interesse der Frankfurter Wirtschaft, sich mit Erfahrung und konkreten Vorschlägen einzubringen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass vor der endgültigen Ausgestaltung des Beirats noch wichtige Punkte geklärt werden müssen – etwa wie dessen Arbeit transparent gestaltet, die Unabhängigkeit gesichert und eine verlässliche Abstimmung mit der Stadtverordnetenversammlung gewährleistet werden kann.
Aus den Rückmeldungen der Teilnehmenden zog der Oberbürgermeister ein klares Fazit: Der Beirat solle politische Entscheidungen nicht ersetzen, sondern wirtschaftliche Expertise bündeln und so die Arbeit von Verwaltung und Politik durch praktische Erfahrung aus Unternehmen ergänzen.
An der grundsätzlichen Idee eines Wirtschaftsbeirates hält Strasser fest, orientiert sich dabei auch an Erfahrungen anderer Städte wie Cottbus. Die konkrete Ausgestaltung soll jedoch auf Frankfurt (Oder) zugeschnitten sein und zunächst mit der Politik abgestimmt werden. Dazu plant Strasser in den kommenden Wochen Gespräche mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung – unter anderem zu Aufgaben, Zusammensetzung und Organisation des Beirats.
Als weiteren Schritt zur Stärkung der Wirtschaftsförderung wurde die Leitungsstelle der städtischen Wirtschaftsförderung neu ausgeschrieben. Sie soll künftig enger mit Verwaltung, Unternehmen, der Europa-Universität Viadrina und regionalen Partnern vernetzt sein.
Bis zum nächsten Treffen des Wirtschaftsbeirates am 1. Oktober 2026 sollen die offenen Fragen weiter bearbeitet werden. Strasser betonte, dass es nicht auf Schnelligkeit ankomme, sondern darauf, ein Format zu schaffen, das von der Wirtschaft getragen und von der Politik akzeptiert wird.
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Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)




