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Der Landesanglerverband Brandenburg (LAVB) wird am 24. März 805 Kilogramm Glasaale in vom Verband bewirtschaftete Gewässer einsetzen.

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Die winzigen Jungfische wiegen jeweils nur zwischen 0,3 und 0,4 Gramm – umgerechnet entspricht die Besatzmenge mehr als zwei Millionen Tieren. Die kleinen Aale haben bereits eine tausende Kilometer lange Reise über den Atlantik hinter sich. Die Maßnahme dient der Weiterführung des Pilotprojektes zur Erhöhung des Laichbestandes des Europäischen Aals im Einzugsgebiet der Elbe und wird aus der Fischereiabgabe des Landes Brandenburg mitfinanziert.

Es handelt sich laut LAVB um das größte Artenschutzprojekt Brandenburgs. Erwerbs- und Angelfischer arbeiten dabei Hand in Hand, um den Europäischen Aal (Anguilla anguilla) in den heimischen Gewässern zu erhalten. Als Glasaal wird das Jugendstadium des Aals bezeichnet, in dem das Tier noch durchsichtig ist. Querverbauungen in Flüssen erschweren den Jungfischen den natürlichen Aufstieg; hinzu kommt der Fraßdruck durch den Kormoran, dessen europäische Population auf über zwei Millionen Vögel geschätzt wird.

Der Aalbesatz gilt als zentrale Maßnahme der EU-Aalverordnung, deren Evaluierung die Fortführung als wichtigen Beitrag zur Bestandserholung bestätigt hat. Hintergrund: Der Europäische Aal pflanzt sich in der Sargassosee vor Mittelamerika fort, überquert dann als Larve den Atlantik und erreicht nach etwa drei Jahren als durchsichtiger Glasaal die europäischen Küsten.


Vorschaubild: Die kleinen Glasaale haben bereits eine lange Reise hinter sich © Foto: Marcel Weichenhan
Quelle: LAVB

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