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Das Stadtarchiv Frankfurt (Oder) verzeichnet einen bedeutenden Zuwachs für die Erforschung der regionalen Literaturgeschichte. Nach dem Abschluss der Sonderausstellung zum 225. Geburtstag des Dichters Franz von Gaudy (1800–1840) im Museum Viadrina werden die dort gezeigten Klassikerausgaben nun dauerhaft in den Bestand des Stadtarchivs übernommen.

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Franz von Gaudy wurde am 19. April 1800 im Haus „Zum roten Polacken“ in der Oderstraße 13 geboren und gehörte im 19. Jahrhundert zu den meistgelesenen Autoren seiner Epoche. Da kein geschlossener Nachlass des Autors existiert, schließt die Zusammenführung der Bestände eine zentrale Lücke für Nachwelt und Forschung. Bei den Neuzugängen handelt es sich um Klassikerausgaben, die im Stereotypdruck in riesigen Auflagen hergestellt wurden.

Die neuen Bestände ergänzen den historischen Kernbestand an Gaudy-Werken, der einst in der Kleist-Forschungsstätte sowie der Stadtbibliothek gesammelt und durch die frühere Stadtarchivdirektorin Elfriede Schirrmacher in die Archivbibliothek überführt wurde. Zu diesem Kernbestand gehören seltene Schätze wie das extrem rare Erstlingswerk „Erato“ (1829) – eine Sammlung von Gedichten und Novellen –, das Napoleon-Epos „Kaiser-Lieder“ (1835) sowie die Reisebeschreibung „Mein Römerzug“ (1836). Jüngst konnte die Sammlung zudem durch den Erwerb eines Autographs von Gaudy an seinen Verleger Karl Reimer vom 19. Juli 1836 erweitert werden.


Vorschaubild: Stadtarchiv Gaudy Sammlung (c)Stadt Frankfurt (Oder) Stadtarchiv
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)

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