Brandenburg: Vorsicht vor Fakeshops beim Brennstoffkauf
Zu Beginn der Heizsaison warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg vor betrügerischen Online-Shops, die Heizöl, Pellets und Kaminholz zu auffällig günstigen Preisen anbieten. Wer per Vorkasse zahlt, riskiert, sein Geld zu verlieren.
Anzahlung geleistet, Lieferung blieb aus
Wie schnell aus einem vermeintlichen Schnäppchen ein teurer Betrugsfall werden kann, zeigt die Beschwerde eines Verbrauchers bei der Verbraucherzentrale Brandenburg: Er bestellte 3.000 Liter Heizöl und überwies – wie vom Anbieter verlangt – eine Anzahlung von 50 Prozent, rund 1.500 Euro. Zum vereinbarten Liefertermin kam jedoch niemand, auf weitere Kontaktversuche reagierte der Anbieter nicht.
Preise unter Marktniveau als Lockmittel
Viele Haushalte suchen zum Start der Heizsaison nach günstigen Angeboten. Betrügerische Shops nutzen das aus und werben mit Preisen deutlich unter dem Marktniveau. „Die Internetseiten wirken dabei häufig professionell“, sagt Daniela Hofmann von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Ein auffällig niedriger Preis ist ein Warnsignal, aber nicht das einzige. Misstrauisch sollten Kundinnen und Kunden auch werden, wenn nur Vorkasse möglich ist. „Teilweise streichen unseriöse Anbieter sogar eine zunächst angebotene Zahlungsart wie Zahlung bei Lieferung während des Bestellvorgangs oder verlangen plötzlich eine Anzahlung“, so die Expertin.
Impressum, Namen und Sprache prüfen
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten auf ein vollständiges Impressum und nachvollziehbare Angaben zum Anbieter achten. Vorsicht ist auch bei der Suche nach Bewertungen geboten: Betrügerische Anbieter verwenden zuweilen bewusst Namen, die denen seriöser Firmen sehr ähnlich sind, oder kopieren diese vollständig. Ein weiteres Warnsignal sind Teile der Internetseite in einer anderen Sprache. „Eine französische Artikelbeschreibung kann ein Hinweis auf eine hastig erstellte Webseite sein“, erklärt Hofmann.
Fakeshop-Finder hilft bei der Prüfung
Unterstützung bietet der kostenlose Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen. Das Online-Werkzeug prüft Internetadressen auch anhand technischer Details, die für Laien nicht ohne Weiteres einsehbar sind. Nach Eingabe der Webadresse gibt es eine Einschätzung nach dem Ampelprinzip: Rot warnt, Gelb rät zu einer genaueren Prüfung, Grün bedeutet, dass der Shop bislang nicht negativ aufgefallen ist. „Eine sichere Zahlungsmethode ist aber in jedem Fall ratsam“, betont Hofmann.
Beratung der Verbraucherzentrale
Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg




