Die Abfallmengen in Brandenburg entwickeln sich überwiegend positiv. Laut den aktuellen „Daten und Informationen zur Abfallwirtschaft“ des Umweltministeriums für 2024 zeigen sich folgende Trends:

Illegale Entsorgung geht zurück Mit 5.033 Tonnen illegal entsorgter Abfälle wurden 240 Tonnen weniger als 2023 registriert. Allerdings verursachte die Beseitigung weiterhin Kosten von rund 2 Millionen Euro, die über Abfallgebühren auf alle Bürger umgelegt werden.
Bio-Abfall-Sammlung steigt 228.000 Tonnen Bio- und Grünabfälle wurden 2024 gesammelt – 6.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Pro Einwohner entspricht das 89 Kilogramm jährlich. Das Landesziel von 45 Kilo pro Person erreichten bislang erst drei Entsorgungsträger. Seit April 2025 sammelt auch der Landkreis Prignitz haushaltsnahe Bioabfälle.
Siedlungsabfälle leicht rückläufig Insgesamt fielen 1.099.000 Tonnen Siedlungsabfälle an (430 kg pro Einwohner) – ein Rückgang um 20.000 Tonnen. Dieser resultiert hauptsächlich aus weniger Bau- und Abbruchabfällen an Wertstoffhöfen.
Gefährliche Abfälle stabil Die Menge erzeugter gefährlicher Abfälle blieb mit 979.000 Tonnen konstant. Die entsorgten gefährlichen Abfälle stiegen jedoch um 3 Prozent auf 1.346.000 Tonnen.
Grenzüberschreitende Entsorgung auf Höchststand 438.000 Tonnen notifizierungspflichtige Abfälle wurden 2024 nach Brandenburg importiert – ein 10-Jahres-Hoch. Diese wurden fast ausschließlich thermisch verwertet, etwa als Ersatzbrennstoffe in Kraftwerken. Der Export aus Brandenburg sank auf 32.000 Tonnen.
Quelle: MLEUV Land Brandenburg



