Die Volkshochschule Frankfurt (Oder) lädt am Dienstag, 5. Mai 2026, von 16:00 bis 19:15 Uhr zu einem Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen NS-Arbeitserziehungslagers im polnischen Świecko (Schwetig) ein. Die Veranstaltung ist Teil des Monats der politischen Bildung.

Ein Ort der Zwangsarbeit und des Leidens
Die Gebäude des Lagers wurden 1938 zunächst als Unterkunft für Autobahn-Bauarbeiter errichtet. Im Oktober 1940 wandelte das NS-Regime die Anlage in ein Arbeitserziehungslager um. Inhaftiert wurden vor allem ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus 14 Nationen.
Einige Zahlen verdeutlichen die Dimension des Geschehens:
- Das Lager war für 400 Personen ausgelegt – tatsächlich waren dauerhaft rund 800 Häftlinge dort untergebracht.
- Über die mehr als vierjährige Existenz des Lagers waren insgesamt etwa 10.000 Menschen inhaftiert.
- Die Zahl der Todesopfer wird auf 1.000 bis 4.000 geschätzt.
Eingewiesen wurden Menschen unter anderem nach Fluchtversuchen, infolge von Denunziationen oder unter Vorwürfen wie „Verletzung von Arbeitspflichten“, „Bummelei“ oder „Aufsässigkeit“. Ziel war die gewaltsame „Umerziehung“. Erst Jahrzehnte nach Kriegsende entstand am Ort eine Gedenkstätte, die heute an das Leid der Opfer erinnert.
So können Sie teilnehmen
Die Volkshochschule bietet drei Anreisemöglichkeiten zur Gedenkstätte an:
- Gemeinsame Fahrradtour (ca. 20 km) – Abfahrt um 15:30 Uhr an der Bushaltestelle an der Brücke in Słubice
- Fahrgemeinschaft – Anmeldung per E-Mail an uta.kurzwelly@vhs-ffo.de
- Individuelle Anreise zur Gedenkstätte
Kontakt und Rückfragen
Uta Kurzwelly, Programmbereichsleiterin Gesellschaft, Kultur und Gesundheit Telefon: 0335 50080023
Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)




