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Im Landkreis Oder-Spree ist erneut ein Ausbruch der Newcastle Disease (ND) in einem Geflügelbestand festgestellt worden. Betroffen ist ein Masthähnchenbestand mit 315.000 Tieren in Storkow. Der Verdacht wurde am 26. Mai 2026 amtlich festgestellt und durch das Friedrich-Löffler-Institut am 27. Mai 2026 labordiagnostisch bestätigt. Die zuständigen Behörden haben umgehend Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.

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Restriktionszonen werden erweitert

Gemäß Tierseuchenallgemeinverfügung werden die bestehenden Restriktionszonen ausgeweitet. Die Schutzzone mit einem Radius von 3 km um den Ausbruchsbestand umfasst die Gemarkungen Alt Stahnsdorf, Braunsdorf, Dahmsdorf, Kolpin, Lebbin, Markgrafpieske, Philadelphia, Reichenwalde, Rieplos, Spreenhagen und Storkow.

 

Was ist die Newcastle Disease?

Das Virus der Newcastle-Krankheit (aviäres Paramyxovirus) ist weltweit verbreitet. Beim Hausgeflügel kann die Erkrankung je nach Virusstamm von plötzlichem Tod mit vollständigem Herdenverlust bis hin zu symptomlosen Verläufen reichen. Typische Krankheitszeichen sind Legeleistungsabfall, Atemwegsstörungen, Durchfall sowie nervöse Störungen. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich – bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren sind allenfalls Bindehautentzündungen möglich.

Die Newcastle Disease gilt nach EU-Recht (Durchführungsverordnung 2018/1882) als Seuche der Kategorie A, für die bei Nachweis sofortige Tilgungsmaßnahmen verpflichtend sind.

Appell an alle Geflügelhalter

Alle Geflügelhalter in der Region sind aufgefordert, Biosicherheitsmaßnahmen der höchsten Risikostufe konsequent einzuhalten. Dazu zählen insbesondere die strikte Einschränkung des Personenzugangs zu den Ställen, wirksame Desinfektion an allen Ein- und Ausfahrten sowie Stalleingängen und die Einhaltung der Herstellerhinweise für Impfstoffe.


Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle/Karte: LOS

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