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Ergebnisse 2024: 30 Tonträger vorgeschlagen für den Index

In diesem Jahr hat die Polizei in Brandenburg erneut eine Vielzahl an Medien wegen extremistischer und gewaltverherrlichender Texte zur Indizierung eingereicht. Nach einem vorläufigen Bericht des Landeskriminalamts (LKA) wurden 30 Tonträger zur Indizierung bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vorgeschlagen. Von diesen wiesen 23 einen rechtsextremen und sechs einen linksextremen Hintergrund auf, während ein Tonträger ausländerextremistische Inhalte hatte. Die Anzahl der Medien, die zur Indizierung vorgeschlagen wurden, entspricht der des Vorjahres. 

Innenministerin Katrin Lange: „Musik verbindet – diese identitätsstiftende Funktion nutzen auch Extremisten aus. Mit der unterschwelligen Verbreitung von Feindbildern in ihren Songtexten versuchen sie, gerade Kinder und Jugendliche für ihre Ideologie zu begeistern. Dabei dringen die Extremisten über die Musik tief in die Lebenswirklichkeit vieler Menschen ein. Doch unser Landeskriminalamt hört genau hin und liefert Jahr für Jahr qualitativ hochwertige Arbeit ab. Rund 90 Prozent aller Anregungen werden im Prüfverfahren bestätigt. Ein deutliches Signal im Kampf gegen Hassmusik aus Brandenburg an all jene, die versuchen darüber insbesondere Kinder und Jugendliche zu ködern. Musik darf kein Lockmittel sein. Nur mit Aufklärung und konsequentem Eingreifen schaffen wir es, junge Menschen davor zu schützen. “

Seit Mitte der 90er Jahre hat die Abteilung Staatsschutz im Landeskriminalamt nicht nur Medien mit Bezug zu politisch motivierter Kriminalität untersucht, sondern auch jugendgefährdende Tonträger evaluiert. Seitdem wurden fast 1.100 Tonträger zur Indizierung vorgeschlagen. Diese werden nicht über einen Vertriebsdienst bestellt. Vielmehr werden die Tonträger von Polizeidienststellen in Strafverfahren oder zur Gefahrenabwehr sichergestellt und an das Landeskriminalamt zur Überprüfung geschickt. Zudem werden die Medien über Downloadportale gesichert und es werden aktive Recherchen auf Streamingportalen durchgeführt. Auf diesen Plattformen können Bands und Liedermacher durch das Algorithmussystem eine breite Masse erreichen, indem sie Lieder einstellen, die nicht den Nutzungsbedingungen widersprechen. Das Hineinhören soll dazu anregen, den kompletten Tonträger zu erwerben. 

Hintergrund Zwischen dem Vorschlag zur Indizierung durch die Brandenburger Polizei und der Entscheidung der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) liegt ein aufwendiger Bearbeitungsprozess. Indizierungsverfahren können mehrere Jahre dauern. Das gilt für alle Medien, die zur Indizierung vorgeschlagen werden. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Internetportale in der Zwischenzeit selbst auf solche Angebote aufmerksam werden und diese vor einer Entscheidung der BzKJ eigenständig entfernen. Medien mit links- und ausländerextremistischer Orientierung wurden in den Jahren 2023 und 2024 von der BzKJ nicht indiziert. Im Jahr 2024 wurde jedoch ein Tonträger mit ausländerextremistischen Inhalten vor der Entscheidung der BzKJ entfernt.

Quelle: MIK des Landes Brandenburg 

Erreichbarkeiten der Stadtverwaltung sowie öffentlicher städtischer Einrichtungen zum Jahreswechsel 2024/2025

Am Dienstag, 24. Dezember, am Freitag, 27. Dezember sowie am Dienstag, 31. Dezember 2024 bleibt die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) geschlossen.

Die Mitarbeitenden der Bereiche sind am Montag, 23. Dezember sowie am Montag, 30. Dezember erreichbar sowie zu den üblichen Sprechzeiten am Donnerstag, 2. Januar 2025 (9:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 16:00 Uhr).

Für verschiedene Struktureinheiten gestalten sich die Erreichbarkeiten gesondert:

Öffnungszeiten der Einrichtungen des Eigenbetriebes Kulturbetriebe Frankfurt (Oder) St. Marienkirche, Oberkirchplatz 1

  • • Mo, 16. Dezember: geschlossen
  • • Di, 17. bis Fr, 20. Dezember: 11:00 bis 16:00 Uhr
  • • Sa, 21. Dezember: 11:00 bis 20:00 Uhr
  • • So, 22. Dezember: 11:00 bis 16:00 Uhr
  • Mo, 23. Dezember: geschlossen
  • Di, 24. Dezember: 17:00 bis 19:00 Uhr
  • Mi, 25. bis So, 29. Dezember: 11:00 bis 16:00 Uhr
  • Mo, 30. Dezember: geschlossen
  • Di, 31. Dezember: 11:00 bis 17.00 Uhr
  • Mi, 1. Januar: geschlossen
  • Do, 2. bis So, 5. Januar: 11:00 bis 16:00 Uhr

Städtisches Museum Viadrina, Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

  • Fr, 20. bis So, 22. Dezember: 11:00 bis 17:00 Uhr
  • Mo, 23. bis Mi, 25. Dezember: geschlossen
  • Do, 26. bis So, 29. Dezember: 11:00 bis 17:00 Uhr
  • Mo, 30. Dezember bis Mi, 1. Januar: geschlossen
  • Do, 2. bis So, 5. Januar: 11:00 bis 17:00 Uhr

Stadt- und Regionalbibliothek, Bischofstraße 17 (Haus 1) sowie Collegienstraße 10 (Haus 2)

                                            Haus 1                            Haus 2

Do, 2. Januar                      10:00 bis 18:00 Uhr        11:00 bis 19:00 Uhr
Fr,  3. Januar                      10:00 bis 18:00 Uhr         11:00 bis 17:00 Uhr
Sa, 4. Januar                      10:00 bis 13:00 Uhr.        10:00 bis 13:00 Uhr
So, 5. Januar.                      geschlossen                    geschlossen

In der Zeit vom 22. Dezember bis einschließlich 1. Januar sind die Häuser der Stadt- und Regionalbibliothek geschlossen.

Musikschule, Collegienstraße 10

In der Zeit vom 21. Dezember bis einschließlich 1. Januar ist die Musikschule geschlossen.

Volkshochschule, Gartenstraße 1

In der Zeit vom 21. Dezember bis einschließlich 1. Januar ist die Volkshochschule geschlossen.

  • Do, 2. Januar: 10:00 bis 12:00 Uhr, 14:00 bis 16:00 Uhr
  • Fr,  3. Januar:  10:00 bis 12:00 Uhr
  • Sa, 4. und So, 5. Januar: geschlossen

„Eltern-Kind-Zentrum“, Bergstraße 174

In der Zeit vom 21. Dezember bis einschließlich 5. Januar ist das Eltern-Kind-Zentrum geschlossen.

Quelle: PM Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) 

Traditionelles Weihnachtskonzert der Stadtverwaltung Erkner 

Soul im Advent

Seit Jahren wird zum Weihnachtskonzert der Stadtverwaltung geladen. Jedoch war in diesem Jahr eines anders, denn die begehrten Sitzplätze im Bürgersaal gab es fast ausschließlich auf Einladung. Geehrt wurden damit unter anderem Stadtverordnete, Sponsoren sowie Bürgerinnen und Bürger, die sich bereits in das Ehrenbuch der Stadt Erkner eintragen durften. 

In diesem feierlichen Rahmen wurden auch Hannelore Buhl und Sigrid Fackelmann nachträglich anlässlich des Tags der Deutschen Einheit geehrt. Des Weiteren sollte sich Rudi Leikies an diesem Abend in das Ehrenbuch der Stadt eintragen. Für seine besonderen Verdienste um die Erforschung, Dokumentierung und Vermittlung der Geschichte der Bahnhofsiedlung hat sich Rudi Leikis verdient gemacht. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er der Veranstaltung jedoch nicht beiwohnen.

Dr. Jürgen Miethe (v.l.n.r.) wurde mit der Ehrenurkunde der Stadt Erkner geehrt. Er bekam die Auszeichnung aus den Händen von Bürgermeister Henryk Pilz und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Lothar Eysser. Foto: Stadt Erkner / Sell

Mit einer in Erkner sehr selten vergebenen Auszeichnung wurde Dr. Jürgen Miethe geehrt. Er bekam die Ehrenurkunde der Stadt Erkner für sein jahrelanges Engagement in der Interessengemeinschaft Bahnhofsiedlung und den Aufbau des Vereins 425 Kultur e. V.

Alfred Janisch dufte sich ins Ehrenbuch der Stadt Erkner eintragen. Foto: Stadt Erkner / Haase

An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass sich Alfred Janisch anlässlich seines 90. Geburtstags jüngst ins Ehrenbuch der Stadt eintragen durfte. Gewürdigt wurde damit seine Leidenschaft für die Fotografie: Er hält mit seinen Aufnahmen in Vereinen oder auf Veranstaltungen das kulturelle Leben der Stadt Erkner fest und ist damit zu einem fotografischen Chronisten für die Stadt geworden.

Doch zurück zum Weihnachtskonzert, denn neben den Ehrungen gab es natürlich auch reichlich Musik. Die Berliner Sängerin Susanne Gmelch gab zusammen mit ihrem Pianisten, Musikpädagoge für Jazzklavier und Korrepetitor für Jazzgesang, Ric Engelhardt ein 90-minütiges Programm, welches zumeist aus amerikanischen Weihnachtsklassikern bestand. Neben „Jingle Bells“ oder „White Christmas“ erklangen aber auch Klassiker wie „Leise rieselt der Schnee“ oder in einer sehr souligen Variante „Stille  Nacht, heilige Nacht“. Zum Mitsingen konnte sie die Gäste bei „Feliz Navidad“ bewegen.

Vorschaubild: Pianist Ric Engelhardt und die Sängerin Susanne Gmelch unterhielten die Zuhörenden mit einem 90-minütigem Weihnachtsprogramm. Foto: Stadt Erkner / Sell
Quelle: PM Stadtverwaltung Erkner

CDU Frankfurt (Oder) wählt neuen Kreisvorstand

Die Mitglieder der CDU Frankfurt (Oder) haben auf ihrem Kreisparteitag am 11. Dezember 2024 einen neuen Kreisvorstand gewählt.

Michael Möckel überreicht Désirée Schrade zur Wahl einen Blumenstrauß ©CDU

Désirée Schrade wurde mit überwältigender Mehrheit zur Kreisvorsitzenden gewählt. Die Bundestagskandidatin und Vorsitzende der Frankfurter SVV bedankt sich bei den Mitgliedern für das Vertrauen und freut sich auf die kommende Zusammenarbeit. Sie möchte mit dem CDU-Kreisverband einen erfolgreichen Wahlkampf führen und auch die kommenden Jahre erfolgreiche inhaltliche Arbeit leisten.

Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Oleksii Kysliak, Manuela Schülke-Krolik und Michael Möckel gewählt. Manuela Schülke-Krolik wurde ebenfalls zur Mitgliederbeauftragten gewählt. Der Frankfurter Steuerberater Ullrich Hübner wurde zum Schatzmeister gewählt. Der neue Kreisvorstand wird durch Angela Tenbusch, Grit Arlt, Thomas Bleck, André Lange, Ulf Leisner, Robert Lange und Frank Tenbusch als Beisitzer ergänzt.

Die sehr guten Stimmergebnisse der einzelnen Kandidaten zeigen, dass die CDU Frankfurt (Oder) einen engen Austausch und eine gute Zusammenarbeit untereinander pflegt. Mit dem neuen Kreisvorstand unter Désirée Schrade als neue Vorsitzende hat die Frankfurt CDU wieder die Chance, in den kommenden Jahre gute Arbeit für alle Frankfurterinnen und Frankfurter zu leisten.

Vorschaubild:  Der neue Kreisvorstand (v.l.n.r. Oleksii Kysliak, Robert Lange, Angela Tenbusch, Ullrich Hübner, Frank Tenbusch, Désirée Schrade, Manuela Schülke-Krolik, Tom B. Krämer, André Lange, Michael Möckel und Ulf Leisner) ©CDU

Quelle: PM CDU-Kreisverband Frankfurt (Oder) 

 

Grüner Stahl aus Eisenhüttenstadt – Kommt Er?

Robert Habeck und der (noch) Wirtschaftsminister Steinbach aus Brandenburg übergaben in diesem Jahr den Förderbescheid für die Produktion von CO2-freiem Stahl. Damit hat man die Entscheidung für die Umstellung auf „Grünen Stahl“ an die Konzernleitung von ArcelorMittal weitergeschoben. Mit einer Entscheidung rechnet man frühestens im 2. Quartal 2025. Doch die Bedingungen für eine Entscheidung, die Produktion umzustellen, sind denkbar schlecht. Der benötigte Strom für die Lichtbogenöfen existiert nicht und ist auch extrem teuer. Aus diesem Grund hat auch das Stahlwerk in Brandenburg die Produktion für 3 Monate ausgesetzt. Grüner Wasserstoff ist noch in weiter Ferne, und für die Produktion benötigt man für die Übergangszeit das teure Erdgas. Zusammengefasst: Der „Grüne Stahl“ ist in der Herstellung extrem teuer und findet so keinen Markt. Nun hat ArcelorMittal mitgeteilt, welche Bedingungen vorliegen müssen, um die Dekarbonisierung zum Erfolg zu führen. Die Projekte, so der Konzern, basieren auf einer günstigen Kombination aus Politik, Technologie und Marktentwicklungen. Diese derzeitige Kombination dient nicht dazu, eine positive Entscheidung zu treffen.

Zitat aus der Erklärung: Bevor endgültige Investitionsentscheidungen getroffen werden, ist es notwendig, einen vollständigen Überblick über das politische Umfeld zu haben, das sicherstellt, dass die Stahlherstellung mit höheren Kosten in Europa ohne einen globalen CO2-Preis wettbewerbsfähig sein kann. 

Eigentlich geht es um die europäische Stahlindustrie, hier müssen auch politische Entscheidungen getroffen werden. Darunter auch Schutzmaßnahmen gegenüber den steigenden Importen aufgrund der Überkapazitäten in China. 

Nun wurde, früher als gedacht, der Ball in Richtung Politik zurückgeschoben. Die klare Aussage: Ändert die Rahmenbedingungen für Strompreis, Wasserstoffverfügbarkeit und Abnahme des teureren „Grünen Stahls“. 

Letzteres zielt wohl auf eine Marktabschottung Europas, um dem „Grünen Stahl“ zum Durchbruch zu verhelfen. Eventuell eine Verpflichtung, in öffentlichen Bauprojekten den „Grünen Stahl“ einsetzen zu müssen?

Nach dieser Veröffentlichung von ArcelorMittal (das Original hier im Anhang) bleibt abzuwarten, wie die Politik reagieren wird. Wird sie die Rahmenbedingungen, die gefordert werden, schaffen? Wenn ja, in welchem Zeitraum? Hier der Originaltext von ArcelorMittal: 

ArcelorMittal informiert über Pläne zur Dekarbonisierung in Europa. 

Der Konzern hat als einen wichtigen strategischen ersten Schritt zur Reduzierung der Emissionen bereits angekündigt, in „wasserstofftaugliche“ DRI-EAF-Anlagen mit geringeren CO2-Emissionen zu investieren, um mehrere Hochöfen in seinem europäischen Geschäft zu ersetzen. In allen Fällen haben die Länder mit Zustimmung der Europäischen Kommission finanzielle Unterstützung für diese Projekte angeboten. 

Die Projekte basierten auf einer günstigen Kombination aus Politik, Technologie und Marktentwicklungen, die Investitionen in die Dekarbonisierung erleichtern würden, indem sie dazu beitragen, die deutlich höheren Kapital- und Betriebskosten auszugleichen, die diese Übergangsstrategie mit sich bringen würde. Dazu gehörte auch die Möglichkeit, Erdgas zu nutzen, bis grüner Wasserstoff wettbewerbsfähig wird. 

Die europäische Politik sowie das Energie- und Marktumfeld haben sich jedoch nicht in eine positive Richtung entwickelt. Grüner Wasserstoff entwickelt sich nur sehr langsam zu einer tragfähigen Brennstoffquelle, und die erdgasbasierte DRI-Produktion in Europa ist als Übergangslösung noch nicht wettbewerbsfähig. Darüber hinaus weist der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) erhebliche Schwachstellen auf. Die handelspolitischen Schutzmaßnahmen müssen als Reaktion auf die steigenden Importe aufgrund der Überkapazitäten in China verstärkt werden, und die Bereitschaft der Kunden, für CO2-reduzierten Stahl einen Aufpreis zu zahlen, ist begrenzt. 

Bevor endgültige Investitionsentscheidungen getroffen werden, ist es notwendig, einen vollständigen Überblick über das politische Umfeld zu haben, das sicherstellt, dass die Stahlherstellung mit höheren Kosten in Europa ohne einen globalen CO2-Preis wettbewerbsfähig sein kann. 

Wir erwarten für 2025 mehrere wichtige Entwicklungen, darunter die geplante Überprüfung des CO2-Grenzausgleichs CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism), die Überprüfung der Handelsschutzmaßnahmen und die Veröffentlichung des europäischen Aktionsplans für Stahl und Metalle. Nach Abschluss dieser Initiativen werden die erforderlichen Parameter zur Gestaltung des Geschäftsmodells für Investitionen in die Dekarbonisierung in Europa vorliegen. 

In der Zwischenzeit setzen wir die technischen Arbeiten fort und analysieren auch einen schrittweisen Ansatz, der zunächst mit dem Bau von Elektrolichtbogenöfen beginnen würde, die mit Stahlschrott beschickt werden können, um die Emissionen deutlich zu reduzieren. 

ArcelorMittal setzt sich weiter für die Dekarbonisierung und das Erreichen von Netto-Null bis 2050 ein. Zu den bisher in Europa durchgeführten Aktivitäten gehören:

  • Im Mai haben wir mit dem Bau eines 1,1 Millionen Tonnen Elektrolichtbogenofens (EAF – Electric Arc Furnace) in unserem Langstahlwerk in Gijón, Spanien, begonnen. Dies wird letztlich zu einer Reduzierung von 1 Million Tonnen CO2 führen.
  • Unsere Bemühungen, die Produktion in unserem Flachstahlwerk in Sestao, Spanien – wo wir über zwei EAFs verfügen – bis 2026 auf 1,6 Millionen Tonnen zu steigern, machen gute Fortschritte. Nach der Fertigstellung wird ein Großteil dieser Produktion aus unserem recycelten und erneuerbar hergestellten CO2-armen Stahl XCarb® bestehen. 
  • Mit dem Verkauf unseres CO2-reduzierten Stahls XCarb®, der einen CO2-Fußabdruck von nur 300 kg pro Tonne produziertem Stahl aufweist, sind wir weiterhin marktführend und auf dem besten Weg, den Absatz in diesem Jahr auf rund 400.000 Tonnen zu verdoppeln. 

Die längere Zeitspanne, die für endgültige Investitionsentscheidungen erforderlich ist, wird die Fähigkeit des Konzerns, die Kundennachfrage nach Stahl mit geringen CO2-Emissionen zu decken, nicht beeinträchtigen, da das Modernisierungsprojekt in Sestao die Möglichkeit zur Produktion von Flacherzeugnissen mit geringen CO2-Emissionen erheblich steigern wird. 

Die Überarbeitung der aktuellen Ziele für 2030 wird im kommenden Klimaschutzbericht 3 dargelegt. Die Emissionen der Geschäftstätigkeit des Konzerns in Europa sind seit 2018 um 28,2 % gesunken, was hauptsächlich auf die geringere Produktion aufgrund der schwachen Nachfrage zurückzuführen ist. 

Langfristig bleibt das Unternehmen allen Technologien verpflichtet, die das Potenzial bieten, die Stahlproduktion auf nahezu null zu reduzieren. Dazu gehört auch die Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung (CCUS) – obwohl diese Technologie, wie grüner Wasserstoff, wahrscheinlich erst nach 2030 einen bedeutenden Unterschied machen wird. Im ArcelorMittal-Werk in Gent, Belgien, ist bereits eine CCU-Anlage im industriellen Maßstab in Betrieb, und zwei weitere Pilotprojekte in Gent sind im Gange. 

Aditya Mittal, CEO von ArcelorMittal, kommentiert: „ArcelorMittal setzt sich weiterhin uneingeschränkt für die Dekarbonisierung ein. Es ist das Richtige, sowohl für das Unternehmen als auch für den Planeten. Ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass wir unser Ziel, bis 2050 Netto-Null zu erreichen, noch erreichen können – aber die Art und Weise, wie wir dies erreichen werden, könnte von dem abweichen, was zuvor angekündigt wurde. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die uns bisher von verschiedenen Regierungen angeboten wurde, um diesen Prozess zu beschleunigen. Aber das Ausmaß der Herausforderung erfordert weitere politische Initiativen, um höhere Investitionen zu ermöglichen. Wir wären gerne schneller vorangekommen. Doch in der Realität ist das regulatorische Umfeld, das erforderlich ist, um den Business Case für Investitionen zu unterstützen, noch nicht vorhanden. Ich hoffe, dass neue Richtlinien eingeführt werden, die einen beschleunigten Übergang unterstützen. Der Green Deal Industrial Plan und der Steel and Metals Action Plan sowie die daraus resultierenden Rechtsvorschriften werden ebenso wichtig sein wie die Regulierung zur Stimulierung der Nachfrage. Zwar haben wir Kunden, die CO2-reduzierten Stahl wollen, aber diejenigen, die dies wollen und bereit sind, einen Aufpreis zu zahlen, sind immer noch in der Minderheit. Ich gehe davon aus, dass die politischen Entscheidungen, die 2025 getroffen werden, Klarheit darüber schaffen werden, wie wir bei der Dekarbonisierung unserer Werke vorankommen werden, indem wir unser einzigartiges globales Profil, unsere überlegene Technologie und unseren Rohstoffmix sowie unsere branchenführende Innovation nutzen.“

Thomas Thieme und Boxlegende Axel Schulz steigen bei den Kleist-Festtagen in den Ring

„Kleist K.o.“ lautet der Titel der neuen konzertanten Lesung mit Thomas Thieme, die am 13. Oktober zum Abschluss der Kleist-Festtage ihre Premiere im Frankfurter Kleist Forum feiert. Diesmal widmen sich der Schauspieler, sein Sohn, der Musiker und Komponist, Arthur und die Regisseurin Julia von Sell verschiedenen Texten des Festival-Namensgebers Heinrich von Kleist. Ausgangspunkt ist seine bekannteste Anekdote, die mit den Worten „Zwei berühmte englische Boxer…“ beginnt und mit dem Tod der beiden Kontrahenten schließt.

K.o. – KNOCKOUT – ohnmächtig – bewusstlos – tot. Sehr lapidar beobachtet Kleist diese grausame Geschichte. Auch seine Figuren wandeln ständig zwischen Bewusstsein und Bewusstlosigkeit. Mal romantisch, wie die Marquise von O…., die die Ohnmacht fast schon im Namen trägt, mal bis zur Raserei, wie Penthesilea. Doch während Kleist seine Figuren existentiell K.o. schlägt, ist das K.o. im Boxkampf eine spektakuläre Möglichkeit zum Sieg.

Unterstützt wird die Theaterlegende Thomas Thieme, dessen konzertante Lesungen seit Jahren fester Bestandteil der Kleist-Festtage sind, erstmals von der Frankfurter Boxlegende Axel Schulz.

Premiere: Kleist K.o.
Konzertante Lesung
nach Texten von Heinrich von Kleist
Mit: Thomas Thieme, Arthur Thieme und Boxlegende Axel Schulz
Regie und Fassung: Julia von Sell
Komposition: Arthur Thieme
Eine Produktion des Kleist Forums
SO / 13.10. / 17:00 / Hinterbühne
Tickets: 22,- / 11,- €

Tickets unter www.kleistfesttage.de

Vorschaubild: Axel Schulz (c) Torsten Seiring
Quelle: PM Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder)

Gesprächsrunde  zur aktuellen Ausstellung „kolonialokal – wir packen aus“

Mitte April 2024 eröffnete das museum oder-spree auf Burg Beeskow die Ausstellung »kolonial okal wir packen aus«, eine Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin. Sie zeigt erstmals den ethnologischen Sammlungsbestand des Museums und stellt die Debatte um Deutschlands koloniale Vergangenheit in einen regionalen Zusammenhang.

Porträt Dr. Kerstin Volker-Saad, Foto: Agnes Strehlau, Gotha

Dr. Kerstin Volker-Saad, Ethnologin und Kunstsachverständige für afrikanische Kunst, hatte im Vorfeld einen »Erstcheck zu kolonialem Sammlungsgut im Museum Eberswalde, im Museum Oder-Spree und im Wegemuseum Wusterhausen/Dosse« vorlegen können. Was die Expertin speziell zum Beeskower Bestand zu sagen hat, erfahren wir in einer Gesprächsrunde am Donnerstag, dem 10. Oktober 2024, um 19 Uhr auf Burg Beeskow.

Ein museales Objekt ohne Inventareintrag bereitet Kopfschmerzen: Worin liegt sein Wert, wenn die Fundumstände nicht mehr bekannt sind? Will man eine Objektbiografie entschlüsseln, sind die Hürden besonders hoch, wenn man es mit außereuropäischem Kulturgut zu tun hat. Der »Erstcheck Koloniale Kontexte«, initiiert durch den Museumsverband des Landes Brandenburg e. V. und finanziert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (DZK) in Magdeburg, gilt somit als interessantes Pilotprojekt, das Wissenslücken schließen will.

Bogen und Pfeile, im Eingangsbuch des Museums 1953 bezeichnet als »Zwergbuschleute der Kalahari, Stamm der Kuna« (wahrscheinlich: der !Kung) aus Namibia, Botswana oder Südafrika, Herstellung vermutlich vor 1918, Teil der Sammlung Hans Meyer (kam 1953 als Schenkung in den Museumsbestand), Foto: Armin Herrmann

Im August 1953 wurden im damaligen Biologischen Heimatmuseum Beeskow unter den Inventarnummern 335 bis 406 insgesamt mehr als 100 Einzelstücke inventarisiert, die als Provenienz den Eintrag »Geschenk von Herrn Meyer aus Mochlitz« führten: »Der Großwildjäger hatte sie in ehemals deutschen Kolonien zusammengetragen. Sie bestand aus Trophäen, Jagdwaffen, Gebrauchsgegenständen sowie 5 Modellköpfen aus Gips.« (Marlies Coburger, Provenienzrecherche in Stadt- und Regionalmuseen des Landes Brandenburg, 2020)

Wer dieser Hans Meyer, Besitzer des Ritterguts Mochlitz am Raduschsee (heute zu Jamlitz gehörig, ca. 20km südlich von Beeskow) war, konnte geklärt werden wenn auch im Dunkel bleibt, wie Zeitgenossinnen und Zeitgenossen sein Jagdzimmer wahrnahmen. Entlassen aus der Verantwortung, wie wir heute konkret mit Kolonialgut umgehen sollten, sind wir hingegen nicht.

Förderer:
Ein Projekt im Rahmen von »Welten verbinden Kulturland Brandenburg 2024/2025«. Kulturland Brandenburg 2024/2025 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg 

Vorschaubild: Schmuckkamm, im Eingangsbuch des Museums 1953 bezeichnet mit »Schmuckkamm der Kuanjama, Ovamboland« aus dem Norden Namibias, Herstellung vermutlich vor 1918, Teil der Sammlung Hans Meyer (kam 1953 als Schenkung in den Museumsbestand), Foto: Armin Herrmann

Quelle: PM Burg Beeskow