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MKS: Maßnahmen der Tierseuchenallgemeinverfügung in der Sperrzone weiterhin gültig

Der Landkreis Oder-Spree macht darauf aufmerksam, dass auch nach dem Ende der landesweiten Eilverordnung, die wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg erlassen wurde, für Tierhalter, Landwirte und Jäger in der Sperrzone spezielle Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten sind.

Die Allgemeinverfügung zur Tierseuche, die der Landkreis Oder-Spree am 11. Januar 2025 erlassen hat, bleibt weiterhin gültig. Sie bezieht sich auf alle Personen innerhalb der Sperrzone, die sowohl eine Schutz- als auch eine Überwachungszone umfasst und sich über einen 10-Kilometer-Radius um den Ausbruchsort im benachbarten Landkreis Märkisch-Oderland erstreckt. Dies bedeutet, dass für die betroffenen Tierhalter, Landwirte und Jäger alle in der  Tierseuchenallgemeinverfügung unter dem Abschnitt B, Nummer 3 genannten Tätigkeiten weiterhin untersagt bleiben.

Nähere Informationen zur aktuellen Situation, wichtige Hinweise für Tierhalter, Landwirte und Jäger sowie Details zur Beantragung von Ausnahmen von den geltenden Tätigkeitsverboten sind im Beitrag zur Erlass der MKS-Allgemeinverfügung zu finden. Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche ist nach wie vor erheblich. Der Landkreis Oder-Spree hebt hervor, dass Verstöße gegen diese Maßnahmen mit hohen Geldstrafen belegt werden. Es wird eindringlich gebeten, die Vorschriften zu befolgen, um eine weitere Verbreitung der Seuche mit schwerwiegenden Auswirkungen auf anfällige Tierarten und entsprechende Tierhaltungsbetriebe zu verhindern.

Das Amt für Landwirtschaft, Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises unterstreicht, dass die Lage weiterhin als kritisch angesehen wird. Trotz der Aufhebung der landesweiten Verordnung ist der Ausbruch noch nicht vollständig eingedämmt. Die Amtstierärztin fordert auf, die tierärztlichen Kollegen, die alle Bestände in der Sperrzone besuchen, bestmöglich bei den klinischen Untersuchungen und der Probenentnahme zu unterstützen.

Der Landkreis Oder-Spree wird die Öffentlichkeit und alle betroffenen Gruppen regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und eventuell notwendige Anpassungen der Verordnungen informieren.

Quelle/Foto: LOS

Medaille für Einsatzkräfte der Hochwasserwasserbekämpfung

Würdigung für den selbstlosen Einsatz im Hochwasserschutz: Das Kabinett hat heute auf Anregung des Ministerpräsidenten beschlossen, die Einsatzmedaille Hochwasser 2024 zu stiften. Diese Ehrung soll die außergewöhnlichen Leistungen der Helferinnen und Helfer im Kampf gegen das Hochwasser im Spätsommer 2024 anerkennen. Die Medaille kann an alle vergeben werden, die im vergangenen Jahr während der großen Schadensereignisse in den Landkreisen Oder-Spree, Märkisch-Oderland sowie in der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) aktiv beim Hochwasserschutz geholfen haben. 

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke erklärte:  „Brandenburg mit seinen zahlreichen Flüssen ist durch immer häufiger auftretenden Starkregen besonders hochwassergefährdet. Die 2.300 Einsatzkräfte und Engagierten haben Herausragendes geleistet. Sie haben größere Schäden abgewendet und die Brandenburgerinnen und Brandenburger vor Schlimmerem bewahrt. Mit der Einsatzmedaille ´Hochwasser 2024` drücken wir unsere Anerkennung und den Dank der Landesregierung aus.“

Die Vorderseite der bronzefarbenen, runden Medaille zeigt den brandenburgischen Adler, den Schriftzug „Land Brandenburg“, einen Hinweis auf das Ereignis sowie eine Dankesformel. Auf der Rückseite sind die betroffenen Landkreise symbolisch dargestellt. Die Medaille wird an einem rot-weißen Band auf der linken Brustseite getragen. 

Die Veröffentlichung des Stiftungserlasses erfolgt in den Amtsblättern. Nach der Veröffentlichung können die obersten Landesbehörden, die unteren Katastrophenschutzbehörden sowie die Landesverbände der Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerks bei der Staatskanzlei Vorschläge für Medaillenempfänger einreichen.

Quelle: Staatskanzlei Brandenburg

Stadt Frankfurt (Oder) tritt Magazinverbund „Digitale Archivierung Nord“ bei

Die fortschreitende Digitalisierung sowohl in der Verwaltung, etwa durch die Einführung der elektronischen Akte und spezialisierter Anwendungen, als auch in der Gesellschaft, zum Beispiel durch den digitalen Nachlass von Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen, führt dazu, dass immer mehr Unterlagen nur noch in digitaler Form vorliegen. Aus diesen Dokumenten entsteht digitales Archivgut. Um dieses archivieren, bewahren und zugänglich machen zu können, benötigt das Stadtarchiv eine Lösung für die langfristige digitale Archivierung, ein sogenanntes digitales Magazin. 

Der Aufbau, die Pflege und die Weiterentwicklung eines solchen Magazins sind sowohl archivarisch anspruchsvoll als auch mit hohen finanziellen, technischen und personellen Aufwendungen verbunden. Um diese Herausforderungen zu meistern, sind Kooperationen entstanden, die sich als erfolgreich erwiesen haben. 

So hat das Land Brandenburg mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv (BLHA) im Jahr 2020 beschlossen, dem Kooperationsverbund Digitale Archivierung Nord (DAN) beizutreten. Neben Brandenburg gehören auch die Bundesländer Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Bremen, jeweils repräsentiert durch ihre Landesarchive, diesem Verbund an. Der DAN-Magazinverbund ist Teil des größten Kooperationsverbundes im deutschsprachigen Raum, dem 2010 gegründeten DIMAG-Kooperationsverbund. Zu diesem gehören neben den Mitgliedern des DAN auch die Landesarchive von Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Bayern. Kommunen in diesen Bundesländern haben die Möglichkeit, durch den Abschluss sogenannter Magazinpartnerschaften, digitale Speicherkapazitäten zu nutzen. Der Vorteil für die Kommunen besteht darin, dass sie auf bestehende technische Infrastruktur und Fachwissen des Verbundes zurückgreifen können.

 Bürgermeister Claus Junghanns betont: „Unsere Stadt befindet sich im Wandel der digitalen Ära. Damit die Geschichte unserer Stadt auch in Zukunft erforscht werden kann, ist die Bewahrung und Zugänglichkeit des digitalen Archivguts unerlässlich. Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 5. Dezember 2024 ist auch Frankfurt (Oder) eine Magazinpartnerschaft mit dem DAN eingegangen. Dadurch kann das Stadtarchiv unser digitales Kulturerbe kostengünstig und sicher archivieren.“

Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) 

Das Forum Natur Brandenburg e.V. empfiehlt eine Politik, die Naturschutz und Landnutzung integriert, um Umweltprobleme anzugehen und das Land zu stärken

Die Mitglieder des Forums Natur Brandenburg e.V. (FNB) sehen im Plan der neuen Regierung und in den Änderungen im Agrar- und Umweltministerium eine große Chance für das Land. „Es freut uns, dass viele unserer Vorschläge im Plan von SPD und BSW berücksichtigt wurden. Jetzt müssen wir zusammen daran arbeiten. Wir bieten unsere Hilfe den Vertretern aus Politik und Verwaltung an.“ sagt Gernot Schmidt (Vorsitzender FNB und Präsident Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin e.V.).

Günter Baaske (Präsident Landesanglerverband Brandenburg e.V.): „Wir wollen, dass der Grundsatz ‚Schützen durch Nutzen‘ bei politischen Entscheidungen beachtet wird. Landnutzung und Naturschutz müssen mehr zusammen gedacht werden. Heidelandschaften, Wiesen und Teiche sind Beispiele für Orte mit vielen Arten, die durch Bewirtschaftung entstanden sind. Diese Bewirtschaftung schafft auch Arbeitsplätze im Land und hilft, uns selbst zu versorgen.“ Jan Hinrich Glahr (Vorsitzender Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg e.V.): „Das Gesetz sieht den Bau und Betrieb von Anlagen für erneuerbare Energien als sehr wichtig an. Dies hat uns in den letzten Jahren sehr geholfen. Auch andere Landnutzungen sollten so angesehen werden, um unsere regionale Versorgung zu sichern.“ „Wie viel die Landnutzer für den Natur- und Umweltschutz tun, sieht man auch in unseren Wäldern. Gut bewirtschaftete Wälder verbessern die Luft und das Trinkwasser und haben oft mehr Artenvielfalt als geschützte Wälder. Der Wald schützt das Klima, ist aber auch einer der ersten Verlierer der Erderwärmung. Um Wälder für die Zukunft fit zu machen, müssen wir die Waldbesitzer stärker einbeziehen.“ ergänzt Thomas Weber (Vorsitzender Waldbesitzerverband Brandenburg e.V.). Das FNB hat ein 10-Punkte-Programm zu den wichtigsten Themen im Agrar- und Umweltbereich erstellt, um den Verantwortlichen zu helfen.

10-Punkte-Programm für einen starken ländlichen Raum

  1. Regionale Wertschöpfung und Selbstversorgungsgrad der Region Berlin/Brandenburg in den politischen Fokus stellen und der Land-, Forst und Fischereiwirtschaft per Gesetz das ‚überragende öffentliche Interesse‘ attestieren
  2. Schutz der Artenvielfalt und die Bewirtschaftung der Kulturlandschaft gemeinsam denken, Artenschutz auf tatsächlich bedrohte Arten fokussieren und Artenschutzkonflikte wie bei Wolf, Biber und Kormoran durch Anpassungen beim Schutzstatus und Bestandsmanagement entschärfen
  3. Umsetzung der EU-Naturwiederherstellungsverordnung: Wiederherstellungspläne gemeinsam mit Flächeneigentümern und -bewirtschaftern erarbeiten und auf objektiv nötigen Maßnahmen beschränken, die regelmäßig hinterfragt und angepasst werden, Wettbewerbsverzerrungen durch Bewirtschaftungsbeschränkungen verhindern
  4. Management der Natura 2000-Gebiete: veralteten Maßnahmenkatalog überarbeiten, Managementpläne unter Einbeziehung der Landnutzerverbände evaluieren und fortschreiben, Management von Neozoen und Neophyten als Maßnahmen aufnehmen, Projektbegriff aus FFH- Richtlinie nicht durch Beweislastumkehr zur Verdrängung der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie der Angler und Jäger missbrauchen
  5. Gebietskulissen „Landschaftsschutzgebiete“ hinsichtlich der Entlassung von Ortslagen und der Schaffung von Freiräumen für Investitionen überarbeiten, Schutzziele an gesellschaftliche Herausforderungen anpassen
  6. Nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Fischbestände in Flüssen und Seen durch Erwerbsfischerei und organisierte Anglerschaft fördern, fischereifachliche Erfordernisse bei Ausgestaltung von Gewässerpachtverträgen berücksichtigen, Wiederansiedlungsprojekte unterstützen
  7. Klimaresilienten Waldumbau gemeinsam mit Flächeneigentümern und -bewirtschaftern voranbringen, Eigentümerinteressen berücksichtigen (z.B. Informations- und Beratungsangebote für Waldbesitzer, niedrigschwellige Finanzierungsangebote ohne Vorleistung und hohen Bürokratieaufwand, Freiraum bei der Wahl klimatoleranter Baumarten)
  8. Dezentralisierung der Energieversorgung in Brandenburg fördern, regionale Energiekonzepte entwickeln und Energienutzung vor Ort ermöglichen
  9. Rechtsgrundlage, Struktur und Aufgaben der Stiftung Naturschutzfonds (NSF) ändern: Ausübung des naturschutzrechtlichen Vorkaufsrechts unterbinden, Primat der Ausgleichszahlungen an den NSF abschaffen, Ausgleichsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Errichtung von erneuerbare Energien Anlagen u.a. Bautätigkeiten vor Ort umsetzen und dabei produktionsintegrierte Maßnahmen bevorzugen (z.B. Beatle-Banks)
  10. Gewässerinfrastruktur und Wassermanagement zukunftsfähig gestalten: Strategien zur Konsolidierung des Landschaftswasserhaushaltes gemeinsam mit den Landnutzern erarbeiten, Gewässerunterhaltung stärken, Programm für Instandsetzung und Neubau von Stauanlagen aufsetzen und dadurch zweiseitige Wasserregulierung ermöglichen, finanzielle Entlastungen der Landnutzer bei der Gewässerunterhaltung ermöglichen (z.B. durch Evaluierung der Gewässerunterhaltungsgebühren und weiterer Differenzierung nach Nutzungsart)

Vorschaubild Forum Natur Brandenburg e.V. Pressekonferenz 
Quelle/Foto: Forum Natur Brandenburg e.V.

Weiter steigende Besucherzahlen im Kleist Forum

Mit einer ausverkauften und umjubelten Silvestervorstellung endete ein erfolgreiches Jahr im Frankfurter Kleist Forum. Das Publikum blieb dem Haus treu und die Zahl der Gäste konnte sogar auf 40.694 Zuschauerinnen und Zuschauer gesteigert werden.

„Ich freue mich besonders darüber, dass unser Publikum unser vielfältiges Angebot schätzt und sich auch immer mehr auf die kleinen und experimentelle Formate einlässt. Das spornt uns an, weiter die Vielfalt des Theaters abzubilden: Mit anspruchsvollem Unterhaltungstheater, zeitgenössischen Produktionen und Inszenierungen der Bürgerbühne“, sagt der Künstlerische Leiter des Hauses Florian Vogel. Zudem konnte das Kleist Forum vermehrt Gäste aus dem Umland und überregional anziehen.

Auch das neue Jahr beginnt mit Vorstellungen, welche die Vielfalt im Kleist Forum widerspiegeln: So ist am 18. Januar das deutsch-polnische Märchen „Tischlein deck dich!“ zu sehen. Weiter geht es am 24. Januar mit „Über Menschen“, einer Theaterfassung des gleichnamigen Romans von Juli Zeh. Tags darauf erwartet das Publikum „Feste“ von der preisgekrönten Maskentheatergruppe Familie Flöz und zum Monatsende die große Oper „Der Freischütz“.

Quelle: PM Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder)

Polizeinachrichten vom 11. Januar bis 12. Januar 2025

BAB11 – Verkehrsunfall fordert Tote

Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei rückten am 11.01.2025 gegen 15:05 Uhr auf die Bundesautobahn 11 aus. Ein Flixbus kam in Höhe des Parkplatzes Randowbruch in Fahrtrichtung Polen, witterungsbedingt nach rechts von der Fahrbahn ab und kippte in der Folge um. Ersten Erkenntnissen nach sind dabei zwei Personen ums Leben gekommen. Bei ihnen handelt es sich um eine 29-jährige Frau und einen 48-jährigen Mann. Aktuell zählt die Polizei weiterhin elf verletzte Personen, darunter die Fahrerin des Busses. Die Bergungsarbeiten dauern an. Die Fahrbahnen der BAB11 sind derzeit befahrbar. Zur Klärung der Unfallursache ist ein Sachverständiger der DEKRA im Auftrag der Staatsanwaltschaft im Einsatz. Der Flixbus ist durch die Polizei sichergestellt.

Fürstenwalde – Diesel entwendet

Am Samstagmittag stellten Verantwortliche einer Baustelle in der Otto- Hahn-Str. fest, dass unbekannte Täter mehrere Baufahrzeuge um ihnen Tankinhalt gebracht und noch in 2 Baucontainer eingebrochen waren. Es wurden ca. 1800l Dieselkraftstoff und ein Kaffeeautomat erbeutet. Der Schaden beläuft sich auf geschätzte 3.300.

Am Sonntagmorgen gegen 05:00 Uhr lief der Alarm auf einer in der Nähe befindlichen Baustelle auf. Die Videoüberwachung zeigte 4 unbefugte Personen nach denen sofort gefahndet wurde. Diese konnten in einem Gewerbegebiet gestellt und zur Sache befragt werden. Ein Zusammenhang mit dem o.g. Einbruch wird nun durch die Kriminalpolizei Fürstenwalde geprüft.

Frankfurt (Oder) – Ladendieb wiedererkannt

Ein aufmerksamer Ladendetektiv erkannte am Samstagnachmittag einen Mann wieder, der im Südring-Center am 28.12.2024 Alkohol entwendet und den Detektiv bei der Flucht noch zu Boden stieß. Der 40-jährige, bereits mehrfach polizeilich bekannte, Tatverdächtige wurde in einer Straßenbahnhaltestelle am Center angetroffen und eindeutig identifiziert. Er räumte diese Tat ein und muss sich nun einer Anzeige wegen räuberischen Diebstahls stellen.

Eisenhüttenstadt – Garageneinbruch

Am Samstag gegen 13:00 Uhr wurden die Beamten zum Garagenkomplex in der Poststraße gerufen. Unbekannte Täter hatten über Nacht eine Garage aufgebrochen und daraus einen Satz Sommerreifen und mehrere Kabeltrommeln entwendet. Daraufhin meldeten sich die Kollegen der Bundespolizei, die in der Nacht auf der B112 einen VW Van kontrollierte, der ähnliche Gegenstände im Fahrzeug transportierte. Der weißrussische Fahrer wurde wegen eines Aufenthaltsdeliktes in Frankfurt (Oder) befragt, aber jedoch in den Morgenstunden wieder entlassen. Da der Einbruch zu dieser Zeit noch nicht bekannt war, konnte ihm diese Tat noch nicht unterstellt werden. Nach dem Fahrzeug und dem Fahrer wird nun europaweit gefahndet.

Woltersdorf – Hausbrand mit Verletzten

Zu einem schweren Brand kamt es am frühen Sonntagmorgen gegen 03:00 Uhr in der Straße An den Fuchsbergen. Die Feuerwehr bekämpfte einen Brand in einem Einfamilienhaus im Bungalowstil. Die 3 Bewohner, darunter ein Kleinkind, konnten mit Rauchgasvergiftungen gerettet und in das Krankenhaus Rüdersdorf gebracht werden. Nach ersten Angaben bemerkte ein Bewohner im Hauswirtschaftsraum den brennenden Akku eines Elektrofahrades, welchen er noch nach draußen brachte. Leider hatte der Raum bereits Feuer gefangen und musste umfangreich gelöscht werden. Durch den Brandschaden, Verrußungen und Löschwassereinsatz ist das Haus derzeit nicht bewohnbar. Die Bewohner kommen jetzt bei Angehörigen unter. Der Schaden wird auf ca. 200.000€ geschätzt. Die Kriminaltechnik untersucht den Brandort nun nach der genauen Ursache.

Finowfurt – Buntmetalldiebstahl

In den Morgenstunden des 11.01.2025 wurde bekannt, dass sich unberechtigte auf dem Firmengelände eines Recyclingbetriebes in der Spechthausener Straße aufhalten würden. Eintreffende Polizeibeamte konnten keine Personen vor Ort feststellen. Gemäß umfangreicher Spurenlage konnte eruiert werden, dass vier bislang unbekannte männliche Personen das Grundstück betraten und anschließend reichlich Kupferkabel entwendeten. Die Menge des Stehlgutes muss in den Folgetagen noch in Erfahrung gebracht werden. Die Kriminalpolizei der PI Barnim hat die Ermittlungen übernommen.

Wandlitz – Versuchter Wohnungseinbruchsdiebstahl

In der Nacht vom 10.01.2025 zum 11.01.2025 betrat eine unbekannte Person ein Grundstück in der Neumühler Straße in Schönwalde und hebelte mittels Werkzeug an diversen Fenstern und einer Tür des Einfamilienhauses. Erfolg hatte sie hierbei nicht. Dennoch entstand durch diese Tathandlung ein vorab angenommener Sachschaden von mindestens 800 EUR. Die festgestellten Spuren wurden gesichert. Ein Spezialbereich der Kriminalpolizei, zuständig für Wohnungseinbruchsdiebstähle, übernahm die Ermittlungen.

Eberswalde – Vermisstensuche

Ein 88-jähriger Mann befand sich zur stationären Behandlung im Werner- Forßmann-Krankenhaus. Medizinisch indiziert benötigte er ärztliche Betreuung. Ferner wirkte er desorientiert. Am 11.01.2025, vormittags, verließ er eigenständig das Krankenhaus in unbekannte Richtung, was gemäß behandelnden Ärzten eine polizeiliche Unterstützung erforderlich machte. Umfangreiche Suchmaßnahmen wurden durchgeführt, der Einsatz eines Diensthundes wurde angefragt. Nach etwa einer Stunde konnte der nunmehr Vermisste in der Eberswalder Innenstadt angetroffen und zurück ins Krankenhaus gebracht werden.

Bernau – Fahren ohne Fahrerlaubnis

Polizeibeamte führten am 11.01.2025 in der Blumberger Chaussee eine Verkehrskontrolle bei einem  50-jährigem Mazda-Fahrer durch. Dieser legte nach Aufforderung Personal- und Fahrzeugdokumente sowie einen griechischen Führerschein vor. Die geschulten Beamten bemerkten sofort, dass es sich bei dem Führerschein um eine zwar gute, jedoch dennoch um eine Totalfälschung handelte. Der Führerschein wurde sichergestellt, die Weiterfahrt wurde dem Mann untersagt. Nun muss er sich vor derKriminalpolizei wegen des Verdachtes der Urkundenfälschung sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Strausberg – Diebstahl von PKW

Unbekannte Täter entwendeten am Samstagnachmittag einen auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellten Ford Mondeo, in der Farbe schwarz. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 17.000 Euro.

Strausberg – Werkzeug entwendet

Unbekannte Täter gelangten sowohl in Strausberg als auch in Hennickendorf mittels Schlossstechen der Hecktür in den Innenraum zweier Transporter. Aus dem Innern wurden diverse Werkzeuge entwendet. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 4.500 Euro.

Bereich Neuenhagen – Körperverletzung

In der S-Bahnlinie S5 kam es zwischen einem 50-Jährigen und einem 22-Jährigen zu einem Streitgespräch, dass in einer wechselseitigen körperlichen Auseinandersetzung endete. Ursächlich für den Konflikt war, dass sich der 50-Jährige innerhalb der Bahn eine Zigarette anzündete und sich damit den Unmut des anderen Fahrgastes zuzog. Beide Personen konnten durch die Polizeibeamten angetroffen und zum Sachverhalt befragt werden.

Seelow – Ladendieb gestellt

Am Freitag gegen 19:30 Uhr beobachteten Mitarbeiter eines Lebensmittelgeschäfts, wie ein Kunde Whiskey und Lebensmittel aus der Auslage entnahm und in seiner Jacke verstaute. Anschließend passierte er den Kassenbereich ohne die Produkte zu bezahlen. Durch die Mitarbeiter konnte der Ladendieb bis zum Eintreffen der Polizeibeamten festgehalten werden. Das Diebesgut hatten einen Wert von 35 Euro.

Verkehrsgeschehen

Im Rahmen diverser Verkehrskontrollen wurden am Samstag zwei Fahrzeugführer positiv auf die Stoffgruppe Amphetamin getestet. Es folgte jeweils eine Blutprobenentnahme und die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens. In der Nacht zu Sonntag wurde ein Fahrzeugführer in der Ortslage Hoppegarten einer Verkehrskontrolle unterzogen. Im Rahmen dieser Kontrolle erhärtete sich der Verdacht einer mutmaßlichen Trunkenheitsfahrt. Ein Atemalkoholtest wurde verweigert. Allerdings konnten die Beamten erheblichen Atemalkoholgeruch wahrnehmen, sodass auch hier eine Blutprobenentnahme und die Einleitung eines Strafverfahrens folgte.

Schwedt – Katalysatoren von zwei PKW entwendet

Auf Katalysatoren hatten es bislang unbekannte Täter in Schwedt abgesehen. In den Nachtstunden vom 10.01. auf den 11.01.25 wurden von zwei PKW welche auf frei zugänglichen Parkplätzen in der Berliner Allee und der Fischerstraße abgestellt waren, die Katalysatoren abgebaut und entwendet. Dadurch entstand ein Sachschaden in geschätzter Höhe von 5500 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Diebstahl im besonders schweren Fall.

Nordwestuckermark/Naugarten – Leblose Person im Wasser festgestellt

 Am 11.01.25 gegen 09:30 Uhr wurde im Naugartener See in der Nähe der Badestelle Waldeck eine leblose männliche Person im Wasser festgestellt. Diese wurde durch die alarmierte Feuerwehr aus dem Wasser geborgen und in ein Krankenhaus verbracht, wo sie verstarb. Nach ersten Erkenntnissen handelt sich bei dem Verstorbenen um einen 62-jährigen Mann, der sich zum Winterbaden/Eisbaden ins Wasser begeben hat. Die zuständige Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache aufgenommen.

Schwedt – Einbruch in ein Bürogebäude

Am 10.01.25 wurde die Polizei Uckermark gegen 09:30 Uhr über einen Einbruch in ein Bürogebäude informiert. Bislang unbekannte Täter drangen auf ungeklärte Weise unberechtigt in ein Bürogebäude „Am Holzhafen“ ein. Nach ersten Erkenntnissen wurden nur geringwertige Gegenstände entwendet. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 160 Euro.

Verkehrsgeschehen

An diesem Wochenende ereigneten sich in der Uckermark bislang 16 Verkehrsunfälle.

Zwei Personen erlitten dabei leichte Verletzungen.Am 11.01.25 gegen 23:19 Uhr kam es auf der Apfelallee in der Ortslage Görlsdorf zu einem witterungsbedingten Verkehrsunfall. Dabei kam ein PKW aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Zaun. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 3000 Euro. Der beteiligte PKW war nicht mehr fahrbereit. Die Insassen blieben unverletzt.

Auf der Berliner Straße in Lychen kam am 11.01.25 gegen 22:10 Uhr ein PKW in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte in weiterer Folge mit der Straßenbeschilderung und einer massiven Betontreppe eines Wohnhauses. Der 44-jährige Fahrzeugführer erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung verbracht. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde Alkoholgeruch in der Atemluft des Fahrzeugführers festgestellt. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert im Straftatenbereich. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und der Führerschein sichergestellt. Der PKW erlitt Totalschaden und musste abgeschleppt werden. Die Gesamtschadenshöhe beläuft sich auf ca. 5000 Euro.

Im Rahmen durchgeführter Verkehrskontrollen stellten Beamte der Polizeiinspektion Uckermark in den Tag- und Nachtstunden vom 10. bis zum 12.01.25 drei berauschte bzw. alkoholisierte Fahrzeugführer in Schwedt, Angermünde und Prenzlau fest. Bei den drei Fahrzeugführern im Alter zwischen 23 und 41 Jahren wurden deutliche Anzeichen festgestellt, welche auf den Konsum von Betäubungsmitteln und Alkohol hindeuteten. Blutentnahmen wurden in diesem Zusammenhang angeordnet und durchgeführt. Den betroffenen Fahrzeugführern droht ein Fahrverbot, Führerscheinentzug und eine saftige Geldstrafe.

Quelle: PM PD Ost

Brandenburger Ernährungsunternehmen blicken realistisch auf das neue Jahr

Das Branchenbarometer von pro agro zum Jahreswechsel 2024/2025 zeigt das wirtschaftliche Stimmungsbild von landwirtschaftlichen Direktvermarktern, Ernährungshandwerkern und Lebensmittelherstellern aus der Hauptstadtregion.

Wie ist die wirtschaftliche Atmosphäre in Brandenburgs Ernährungsbranche? Das pro agro – Branchenbarometer sammelte Meinungen zur aktuellen Lage, zu Prognosen und den Herausforderungen der Branche. 46 Prozent der Befragten bewerteten das Geschäftsjahr 2024 als besser oder gleichbleibend, 53 Prozent als schlechter. Die Aussichten für 2025 sind ähnlich gemischt: 42 Prozent erwarten Stillstand, 33 Prozent sehen eine Verschlechterung. In einer Sonderumfrage wurden Erwartungen an die Wirtschaftspolitik in Bund und Land abgefragt.

Dass die Wirtschaftskrise in Deutschland auch die Ernährungswirtschaft trifft, ist keine Überraschung. Der Preisanstieg bei Lebensmitteln aufgrund der Inflation wurde in den Medien viel diskutiert. Die Preissteigerungen beim Handel kommen aber kaum bei den Erzeugern an. Ursache für die verhaltene Marktprognose sind die stark steigenden Kosten und die nur moderaten Preiserhöhungen. 79 Prozent der Befragten sagten, dass die Preise um über 10 bis 20 Prozent steigen müssten, um eine nachhaltige wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Kai Rückewold, Geschäftsführer von pro agro, sieht hier das Problem: „Die gestiegenen Lebensmittelpreise belasten die Verbraucher, während den Erzeugern der Umsatz fehlt. Die Umfrage zeigt, dass die größten Umsätze über den Einzelhandel (52%) und Direktverkäufe (25%) gemacht werden. Deshalb ist es wichtig, regionale Produkte stärker bei den Verbrauchern zu verankern. Regionale Marken haben die besten Entwicklungschancen.“ Pro agro vertritt über 400 landwirtschaftliche Direktvermarkter und Unternehmen der Ernährungswirtschaft.

Trotz der schwierigen Lage wollen die Unternehmen weiter investieren. 73 Prozent planen in diesem Jahr Ausgaben für Anlagen und Maschinen (88%) und Gebäude (50%). Auch Investitionen in Digitalisierung (48%) und alternative Energie (50%) sind wichtig. 13 Unternehmen planen Investitionen zwischen 1 bis 25 Mio. Euro. Knapp die Hälfte der Unternehmen plant Neueinstellungen, allerdings in geringem Umfang.

Wie könnte die Wirtschaftspolitik den Unternehmen helfen? Mehr Netto vom Brutto für Arbeitnehmer ist eine wichtige Idee.

Die hohen Personalkosten sind eine große Herausforderung. 66 Prozent der Unternehmer möchten den steuerlichen Grundfreibetrag auf 20.000 Euro erhöhen. Das könnte die Angebote attraktiver machen und die Lohnspirale bremsen. Auch die hohen Energiepreise sind ein Problem: Über zwei Drittel der Befragten sehen hier Handlungsbedarf. Größte Herausforderung sind die vielen gesetzlichen Vorschriften und bürokratischen Auflagen. 61 Prozent würden sich wünschen, dass viele Regeln erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße gelten. Beispiele sind: statistische Datenerhebungen, minutengenaue Arbeitszeiterfassung, Meldungen an die Sozialversicherung, Datenschutz oder Nachweise zur Verpackungsverordnung.

Interessant sind auch die Rückmeldungen zum „Investitionsstau in Deutschland“. Auf Bundesebene sind nur 51 Prozent für eine Lockerung der Schuldenbremse, aber in Brandenburg sind 85 Prozent dafür, um Zukunftsinvestitionen zu finanzieren.

Zuletzt wurde nach Dialogformaten mit der Politik gefragt. 62 Prozent bevorzugen regelmäßige Dialogrunden auf Landesebene und 52 Prozent die Bündelung der Interessen durch aktive Verbandsarbeit. 39 Prozent der Unternehmer sehen auch auf Bundesebene Dialogrunden als wichtige Plattform.

Quelle: pro agro e.V.

Thomas Bünger neuer CEO bei ArcelorMittal Germany 

Thomas Bünger ist der neue Geschäftsführer bei ArcelorMittal Germany. Bereits seit Februar 2024 leitet er als CEO die Flachstahlwerke in Bremen und Eisenhüttenstadt. Jetzt hat er die Rolle des Vorsitzenden der Geschäftsführung der ArcelorMittal Germany Holding übernommen. Damit tritt Bünger in die Fußstapfen von Reiner Blaschek, der seit letztem Jahr als CEO bei ArcelorMittal Europe – Flat Products tätig ist.

„Wir erleben als Gesellschaft und Industrie sehr herausfordernde Zeiten. Ich übernehme nun Verantwortung für ArcelorMittal Germany, wir wollen die Themen unserer Industrie zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der vier großen Produktionsstandorte in Deutschland vorantreiben. In diesen Zeiten spielen besonders wettbewerbsfähige Energiepreise in Deutschland eine große Rolle, ebenso der Außenhandelsschutz und der CO2-Grenzausgleich, damit wir faire und vergleichbare Wettbewerbsbedingungen haben. Dazu erwarten wir von der kommenden Bundesregierung zügig Maßnahmen, damit die Stahlproduktion der Zukunft Aussicht auf Erfolg hat“, kommentiert Thomas Bünger.

Der Manager war bis 2024 CEO bei der in London ansässigen First Tin, einem Unternehmen zur Erschließung von Zinnminen. Davor war Bünger bei Aurubis in Hamburg in mehreren bedeutenden Positionen tätig, unter anderem als Vorstandsmitglied für das operative Geschäft und Technologie.

Quelle/Foto: ArcelorMittal Germany 

„Tischlein deck dich!“ als zauberhaftes Theatermärchen im Kleist Forum

Eine spannende Neufassung des Grimmschen Märchenklassikers „Tischlein deck dich!“ zeigt das Frankfurter Kleist Forum am 18. Januar um 15 Uhr. Mit dem Gastspiel setzen die Uckermärkischen Bühnen Schwedt ihre traditionelle Reihe deutsch-polnischer Theatermärchen fort. Das Stück ist bereits am 17. Januar als Vormittagsvorstellung für Schulklassen und Kitagruppen zu sehen.

Tischlein deck dich © Udo Krause

Die Inszenierung besticht mit einem fantasievollen Bühnenbild, beeindruckenden Kostümen, mitreißender Musik und jeder Menge Theaterzauber. Außerdem nimmt die bekannte Geschichte von den drei Geschwistern, die von ihrem Vater aus dem Haus geworfen werden, später wundersame Gaben erhalten – ein Tischlein-deck-dich, einen Goldesel-streck-dich und einen Knüppel-aus-dem-Sack – und diese dann gegen einen Betrüger verteidigen müssen, eine unerwartete Wendung. Denn Schuld an der Misere war eine Intrige der Hexe Walpurga Drachenzahn gegen den Zauberer Aldous von Rübenschmalz. Wird es diesem gelingen, den angerichteten Schaden zu beheben und die Familie wieder zu vereinen?

Eine in die Handlung integrierte polnisch sprechende Bühnenfigur erleichtert wieder das Verständnis für Märchenfans von jenseits der Oder.

FR / 17.1. / 10:00 / Kleist Forum
SA / 18.1. / 15:00 / Kleist Forum
Tischlein deck dich!
Märchen von Jan Kirsten nach den Gebrüdern Grimm
in deutscher und polnischer Sprache
Regie: Tilo Esche / Ausstattung: Frauke Bischinger
Musik: Tom van Hasselt / Uckermärkische Bühnen Schwed
Tickets: 12,- / 6,- €
Familienticket: 30,- €
Tickets unter www.kleistforum.de

Vorschaubild: Tischlein deck dich © Udo Krause
Quelle: PM Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder)

Zählerstände ablesen und übermitteln

Zum Jahreswechsel: Verbraucherzentrale rät zu eigener Dokumentation

Mindestens einmal im Jahr sollten Verbraucher:innen die Zählerstände ihrer Strom- und Gaszähler ablesen. Das Jahresende ist dafür ein sehr guter Zeitpunkt. Tipps dazu hat die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB).

Zählerstände ablesen bringt Vorteile

„Die Zählerstände zum Jahreswechsel abzulesen, ist im doppelten Sinne vorteilhaft“, sagt Rico Dulinski, Rechtsexperte bei der VZB. „Denn einerseits dienen die selbst abgelesenen Daten der eigenen Dokumentation. Wer immer am gleichen Tag abliest – beispielsweise zu jedem Jahreswechsel –, kann den eigenen Verbrauch leicht ausrechnen und abgleichen, wie sich dieser im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt hat. Die Ergebnisse können dann auch gleich zu guten Vorsätzen für das neue Jahr führen. Und übermittelt man diese Werte auch noch an seinen Messstellenbetreiber oder Versorger, können diese sie auch in der Energieabrechnung berücksichtigen.“

Errechnete oder geschätzte Werte vermeiden

Basiert die Abrechnung auf tatsächlich abgelesenen Zählerwerten, gibt es schon einen möglichen Konfliktpunkt weniger. „In der Beratung sehen wir oft Abrechnungen, die auf errechneten oder geschätzten Zählerständen beruhen, welche wenig mit der Realität zu tun haben. Nach der Überraschung über den Rechnungsbetrag muss man dann aktiv werden, um eine Rechnungskorrektur zu erhalten,“ sagt Dulinski. „Dies kann man durch selbstständiges Ablesen und Übermittelung des Ablesewertes vermeiden. Das schont die Nerven und insbesondere der zeitliche Aufwand dafür ist viel geringer als der für das nachträgliche Korrektur-Prozedere.“

Tipps zur Übermittlung der Werte

Neben den abgelesenen Werten benötigen die Messstellenbetreiber auch die Zählernummern für die korrekte Zuordnung. „Die meisten Messstellenbetreiber ermöglichen die Datenübermittlung per Webformular. Dort ist genau angegeben, welche Daten an welcher Stelle einzutragen sind. Übermittelt man die Zählerstände über das Kundenkonto, sind die Zählernummern meist schon hinterlegt“, weiß Dulinski.

Zu niedrige Zählerstände zu übermitteln und dann auf eine geringere Rechnung zu hoffen, sei keine gute Idee, so Dulinski: „Denn einerseits findet immer eine Prüfung auf Plausibilität statt. Und andererseits werden die Zähler irgendwann doch vom Messstellenbetreiber abgelesen. Dann kommt es zu einer Abrechnung aller bis dahin aufgelaufenen Verbräuche, womit hohe Nachzahlungsbeträge garantiert sind.“

Individuelle Beratung

Für individuelle Fragen können Verbraucher:innen die Beratung der Verbraucherzentrale Brandenburg in Anspruch nehmen:

Aktuelle Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-brandenburg.de

Quelle: PM Verbraucherzentrale Brandenburg